Boos - Flurnamen
 
Wappen von Boos
Flurnamen

 

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Am Hertlesberg
(auch Härdtlesberg)
Grundstücke unterhalb des Härdtleberg, auch Teil des ehemaligen Booser-Hardt,
siehe Flurname "Hertle".
Am HexenbergAberglaube, daß dort Hexen hausen.
Am Roesengraben,
An der Roesen
Dort wurde der Flachs früher gelagert und im kleinen Bach eingeweicht.
Bei der SchäferhütteGrundstück in der Nähe des ehemaligen Dorfschäfers.
Beim BarbarakreuzGrundstücke beim Feldkreuz, der heiligen Barbara gewidmet.
Beim BildsäuleName für die Grundstücke in der Nähe der Bildsäule.
Beim Pfannenstiel Vor der Flurregulierung im Jahr 1912 die schmalen Grundstücke
("wie ein Pfannenstiel").
Beim Studentenhut Genaue Erklärung noch nicht erforscht.
Es wird angenommen, daß die Form der Grundstücke einem Studentenhut gleichsah.
BirketWo einstmals Birken standen.
Dietenbach Ein vom Wald kommendes Bächlein nördlich des Weinberges.
Der Name "Dieten" ist unbekannter Herkunft
Galgenbühl Laut Überlieferung soll dort während des 30-jährigen Krieges
ein Galgen der Schweden gestanden haben.
HackbrettlEs wird vermutet, daß der Name auf die Grundstücksform
(wie ein Hackbrett) zurückgeht.
Hertle
(auch "Härdtle")
Teil des ehemaligen Booser Hardt, war ein bekanntes Jagdgebiet
zwischen Eisenburg bis Pleß.
Komleteich Ein nasses Grundstück am Hang der Reichauer Str. Ehemals Schlitten- und Skibahn.
LandgrabenGrenzgraben zwischen den früheren Landkreisen Illertissen und Memmingen
Letzgraben Dort verläuft ein Graben, an dessen Rand Flachs und Hanf ausgebreitet
und während des Trocknens genetzt (befeuchtet) wurde.
LindenbühlEine mit Linden bepflanzte Anhöhe (Bühl = Anhöhe)
Nachtweide Die Wiesen nördlich des Dorfes wurden wegen ihrer Ortsnähe
von den Bauern als Weideflächen auch in der Nacht verwendet.
Schindwasen Grundstücke westlich des Hertlesberges.
Hier wurden vom "Schinder" (Abdecker) vereendete Tiere vergraben.
Unterm Weber "Beim untern Weber" war ein landw. Anwesen (heute Happ Franz),
wo auch das Weberhandwerk ausgeübt wurde.
Wasenried Im kultivierten Teil des Riedes wurde früher von vielen Grundstücksbesitzern
Torf gestochen. Dieser Torf wird hier als "Wasen" bezeichnet und diente
als Brennstoff, nachdem er luftgetrocknet war.
Weidenwang Im ehemaligen Booser Hardt (Wald zwischen Eisenburg und Pleß)
standen einstmals einige Booser Bauernhöfe ("wang"),
die nach dem 30-jährigen Krieg wegen Vertreibung, Verwüstung oder Brandstiftung
durch schwedische Soldaten nicht mehr bewohnt wurden.
Die Viehweiden dieser Gehöfte wurden Weidenwang genannt.
WeiherwieseAm westlichen Teil der Herdgasse an der Roth befand sich ein Weiher.
Weinberg Alten Überlieferungen zufolge haben Booser Bauern versucht, hier Weinstöcke
zu pflanzen. Das rauhe Klima in unserem Bereich vereitelte
den versuchten Weinanbau.

  Quelle: Herbert Schlatterer